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Ludwig Nonne

Ludwig Nonne

 

geb. 06.12.1785 in Hildburghausen
gest. 17.07.1854 in Hildburghausen


Ludwig Nonne wurde schulisch betreut und erzogen von Pfarrer Hummel in Sachsendorf. Er studierte an der Universität Jena Theologie und Philologie. 1805 kehrte er nach Hildburghausen zurück. 1807 promivierte er in Jena zum Doktor der Philosophie und gründete in Hildburghausen eine Lehranstalt, das "Nonne-Institut" . 1808 wurde er vom Herzog zum Schulrat ernannt und erhielt im Konsistorium das Referat "Schulsachen". 1809 reist er im Auftrag des Herzogs zu Pestalozzi in die Schweiz und bewirkt nach der Wiederkehr, dass die Pestalczzi´schen Lehr-und Erziehungsmethoden im Fürstentum Sachsen-Hildburghausen per Dekret eingeführt werden. 1810 wurde Ludwig Nonne Direktor des Lehrerseminars und blieb es bis 1835. Die "Dorfzeitung" entstand 1818 mit ihm als Mitbegründer. 1819 wurde er zum Hof­prediger ernannt. 1820 ernannte ihn die Freimaurerloge "Carl zum Rautenkranz" zum "Meister vom Stuhl".


1826, Hildburghausen kommt zum Herzogtum Sachsen-Meiningen/ wurde Ludwig Nonne Oberkonsistorialrat und somit Leiter des gesamten Schulwesens im Herzogtum. 1827 wurden unter seiner Leitung die  Landesschullehrerseminare eröffnet, 1830 erhielt er von der Universität Jena die Ehrendoktorwürde der Theologie. Von 1833-1854 wirkte er als Oberpfarrer und Generalsuperintendent. 1845 erhielt er das Ritterkreuz des Sachs.-Ernest. Hausordens. 1835 ließ sich Ludwig Nonne von der Leitung des Schulwesens entbinden und die Ämter des Seminardirektors, des Schulrates und des Institutsleiters wurden gesondert besetzt. So wurden wenigstens Teile eines riesigen Werkes, das auf seinen Schultern ruhte, von anderen, kompetenten Männern übernommen. 1847 wurde er Mitglied des Meininger Landtags und wurde von diesem 1848 in das Vorparlament nach Frankfurt delegiert. Er arbeitete auch in dieser Aufgabe bis zur Erschöpfung.


Mit der Verlegung des Landeskonsistoriums nach Meiningen gab Ludwig Nonne das Amt als Konsistorialrat ab und widmete sich fortan ausschließlich seiner Ämter als Oberpfarrer und General­superintendent, weiterhin rastlos arbeitend für Staat, Kirche und Volk. 1854 starb Ludwig Nonne. Seine Verdienste um Hildburghausen und das Herzogtum in Wort, Schrift und Tat lassen sich in drei Schwerpunkte zusammen­fassen: Er war der Reformator des Schulwesens in Südthüringen, er war ein bedeutender Theologe und als Mitredakteur der "Dorfzeitung" demonstrierte er den freien Geist und die freie Rede in einer politisch schwierigen Zeit und hat somit der Kultur in Hildburghausen neue Wege gezeigt und geebnet. Sein Lebensmotto: "Wirken, so lange es Tag ist ...."

 

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