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Stadtmuseum Hildburghausen

Vorschaubild

Apothekergasse 11
98646 Hildburghausen

Telefon (03685) 40 36 89 Herr Jaenicke / Herr Römhild

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.museum-hildburghausen.de

Öffnungszeiten:
Neu ab 1.10.2015, bitte beachten!

Montag und Dienstag geschlossen
Mittwoch bis Freitag 10.00 - 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag 13.00 - 17.00 Uhr

Laubengang

Ein Haus erzählt Geschichte und Geschichten.

 

Das Baudenkmal "Alte Post" in Hildburghausen wurde 1989 -1993 wunderschön restauriert und beherbergt seitdem die Sammlungen des Stadtmuseums Hildburghausen, welches bereits seit 1904 existiert.

 

Das Gebäude repräsentiert selbst ein gutes Stück Baugeschichte Hildburghausens: Ein Stadtmauerturm aus dem 14. Jahrhundert und ein Bürgerhaus aus dem 16. Jahrhundert wurden in späterer Zeit miteinander verbunden, weitere An- und Aufbauten kamen hinzu, und dieses Konglomerat verschiedener Baukörper, das vom Stadtmauerteil über einen Fachwerk-Laubengang bis zur klassizistischen Fassade reicht, bildet wunderbarerweise ein schönes, geschlossenes Ganzes. Von 1809 bis 1849 diente das Gebäude als Thurn und Taxissches Postamt, daher rührt auch sein Name.

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Hildburghäuser Geschichte und Geschichten können auch die vielen Exponate in der Dauerausstellung des Museums erzählen.


Der Bogen wird dabei gespannt von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1234 zum Handwerk im Ackerbürgerstädtchen, vom Leben am Hofe in der kleinstaatlichen Residenz zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert, vom berühmten Technikum in der "Stadt der Schulen" zum Alltagsleben im 20. Jahrhundert.

Einen Höhepunkt in der ständigen Ausstellung bildet eine wertvolle Sammlung von Erstausgaben des Bibliographischen Institutes von Joseph bzw. Hermann Meyer (1828 - 1874), einem der erfolgreichsten Verlage des 19. Jahrhunderts, wo ein Stück europäischer Buch- und Verlagsgeschichte geschrieben wurde. Zu den vielbewunderten Exponaten gehört hier eine 52-bändige Erstausgabe von Meyers Konversationslexikon.


Und schließlich zieht das Mysterium der rätselhaften Dunkelgräfin viele Gäste aus dem In- und Ausland an.

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Gewölbekeller


Aktuelle Meldungen

Sonderausstellung 1200 Jahre Birkenfeld

(22.06.2017)

Neue Sonderausstellung des Stadtmuseums beleuchtet Geschichte des Ortsteils Birkenfeld

 

Unter dem Titel „1200 Jahre Birkenfeld – von der Wüstung zum lebendigen Dorf“ präsentiert das Stadtmuseums Hildburghausen von 30. April bis 27. August 2017 seine neue Sonderausstellung. Im Mittelpunkt der Exposition steht die Geschichte des im Jahre 817 erstmals urkundlich erwähnten und seit 1974 in die Kreisstadt Hildburghausen eingemeindeten Ortsteils. Der Bogen wird dabei gespannt von den Funden eines ausgegrabenen mittelalterlichen Hauses Birkenfelds über die Jahrhunderte, in denen Birkenfeld lediglich als Wüstungsgemeinde existiert hat, bis hin zur Wiederbesiedlung der Ortslage zu Beginn des 18. Jahrhunderts sowie der dörflichen Entwicklung bis zur Gegenwart. Der Besucher erfährt viel Interessantes über die einstigen Mühlen und Gasthäuser sowie die Entwicklung der Landwirtschaft und des Handwerks, aber auch zur allgemeinen Entwicklung der Gemeinde selbst. Besonders dargestellt werden das Leben und die Reisen des wohl berühmtesten Birkenfelder Einwohners. Johann Caspar Röhrig (1751-1814), so sein Name, wanderte im Jahre 1770 nach Amsterdam und heuerte auf einem Schiff der Vereinigten Ostindischen Compagnie an. Seine abenteuerliche Reise führte ihn bis nach Ostindien (Batavia). 1776 wieder zurückgekehrt in die Heimat, übernahm er ab 1796 das alte Birkenfelder Gasthaus und gab ihm in Erinnerung an seine Reise den Namen „Zum Ostindischen Schiff“. Auch verfasste er ein kleines Büchlein, in welchem er über seine Abenteuer fern der Heimat berichtete. 

Neben wertvollen archäologischen Funden des mittelalterlichen Birkenfeld werden in der Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Birkenfelder Traditions- und Heimatverein erarbeitet wurde, auch historische Archivalien, Fotografien und andere Belegstücke der Birkenfelder Geschichte gezeigt. Auch das Wirtshausschild des „Ostindischen Schiffs“ – mittlerweile Bestandteil der Sammlung des Museums – sowie die Jacke des Weltreisenden werden zu sehen sein. Die Ausstellung ist nicht nur für Birkenfelder äußerst informativ und unterhaltsam.

Foto zu Meldung: Sonderausstellung 1200 Jahre Birkenfeld

Sonderausstellung im Stadtmuseum

(07.12.2016)

„gezeichnet, gestochen und gedruckt...“ – Die Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts Hildburghausen

Sonderausstellung im Stadtmuseum Hildburghausen bis 5.3.2017

 

Unter dem Titel „gezeichnet, gestochen und gedruckt...“ zeigt das Stadtmuseum Hildburghausen seit dem 23. Oktober 2016 eine große Anzahl graphischer Arbeiten aus der „Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts Hildburghausen“. Dieser Betriebszweig der von 1828 bis 1874 in Hildburghausen ansässigen Verlagsdruckerei des bekannten Verlegers und Publizisten Carl Joseph Meyer (1796-1856) zeichnete verantwortlich für die graphische Ausstattung so bedeutender verlegerischer Erfolge wie „Meyer´s Conversationslexikon“, „Meyer´s Universum“ oder der billigen Klassikerausgaben der „Miniaturbibliothek“ und der „Groschenbibliothek“. All diese unzähligen Buchausgaben – bis 1850 sollen in Hildburghausen etwa 25 Millionen Bücher gedruckt worden sein – wurden von Meyer mit tausenden Kupfer- und Stahlstichen als Illustrationen ausgestattet. Anlass für die Sonderausstellung war die Schenkung einer wertvollen 52bändigen Erstausgabe von „Meyers großem Conversationslexikon“. Dieses war von 1839 bis 1855 in Hildburghausen erschienen und wurde wegen seiner reichen Ausstattung mit Porträt- und Landschaftsstichen, technischen Darstellungen und Landkarten als „Wunder-Meyer“ bezeichnet. Schon um 1830, also bereits zwei Jahre nach dem Umzug des 1826 in Gotha begründeten Instituts nach Hildburghausen, beschäftigte die Kunstanstalt 16 Kupfer-, Stahl- und Steinstecher sowie drei Zeichner. Da deren Produktion mit 30-40 000 Blättern im Monat offenbar nicht ausreichend war, vergab Meyer auch noch Aufträge an auswärtige Unternehmen und Stecher. So wurden z. B. viele technische Darstellungen für die Illustration des „Conversationslexikons“ in der Gravieranstalt Kleinknecht in Schweinfurt gestochen. Bedeutende auswärtige Künstler, die ebenfalls für das Bibliographische Institut in Hildburghausen tätig waren, sind u. a. der Rudolstädter Zeichner und Kupferstecher Johann Georg Martini und der Nürnberger Maler und Stahlstecher Carl Mayer. Einer der bekanntesten Künstler des Verlages dürfte Carl Barth sein.

Die Ausstellung des Stadtmuseums zeigt aus eigener Sammlung und mit Leihgaben von Sammlern einen eindrucksvollen Querschnitt der in der Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts entstandenen künstlerischen Werke, der in Qualität und Seltenheit vieler Exponate beeindruckt. So werden, neben der erwähnten erst kürzlich dem Museum geschenkten reich illustrierten Erstausgabe von Meyer´s Lexikon, auch zahlreiche Stiche der „Galerie der Zeitgenossen“, der „Galerie der Jagdfreunde“, Landkarten sowie Stiche und Prämienblätter von „Meyer´s Universum“ zu sehen sein. Die Ausstellung beleuchtet aber auch die Persönlichkeiten der Künstler, ihre Lebenswege sowie die Arbeit in der Kunstanstalt an sich.

Foto zu Meldung: Sonderausstellung im Stadtmuseum

Sonderausstellung zur Kunstanstalt des BI Hildburghausen

(22.10.2016)

„gezeichnet, gestochen und gedruckt...“ – Die Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts Hildburghausen

Sonderausstellung im Stadtmuseum Hildburghausen bis 5.3.2017

 

Unter dem Titel „gezeichnet, gestochen und gedruckt...“ zeigt das Stadtmuseum Hildburghausen seit dem 23. Oktober 2016 eine große Anzahl graphischer Arbeiten aus der „Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts Hildburghausen“. Dieser Betriebszweig der von 1828 bis 1874 in Hildburghausen ansässigen Verlagsdruckerei des bekannten Verlegers und Publizisten Carl Joseph Meyer (1796-1856) zeichnete verantwortlich für die graphische Ausstattung so bedeutender verlegerischer Erfolge wie „Meyer´s Conversationslexikon“, „Meyer´s Universum“ oder der billigen Klassikerausgaben der „Miniaturbibliothek“ und der „Groschenbibliothek“. All diese unzähligen Buchausgaben – bis 1850 sollen in Hildburghausen etwa 25 Millionen Bücher gedruckt worden sein – wurden von Meyer mit tausenden Kupfer- und Stahlstichen als Illustrationen ausgestattet. Anlass für die Sonderausstellung war die Schenkung einer wertvollen 52bändigen Erstausgabe von „Meyers großem Conversationslexikon“. Dieses war von 1839 bis 1855 in Hildburghausen erschienen und wurde wegen seiner reichen Ausstattung mit Porträt- und Landschaftsstichen, technischen Darstellungen und Landkarten als „Wunder-Meyer“ bezeichnet. Schon um 1830, also bereits zwei Jahre nach dem Umzug des 1826 in Gotha begründeten Instituts nach Hildburghausen, beschäftigte die Kunstanstalt 16 Kupfer-, Stahl- und Steinstecher sowie drei Zeichner. Da deren Produktion mit 30-40 000 Blättern im Monat offenbar nicht ausreichend war, vergab Meyer auch noch Aufträge an auswärtige Unternehmen und Stecher. So wurden z. B. viele technische Darstellungen für die Illustration des „Conversationslexikons“ in der Gravieranstalt Kleinknecht in Schweinfurt gestochen. Bedeutende auswärtige Künstler, die ebenfalls für das Bibliographische Institut in Hildburghausen tätig waren, sind u. a. der Rudolstädter Zeichner und Kupferstecher Johann Georg Martini und der Nürnberger Maler und Stahlstecher Carl Mayer. Einer der bekanntesten Künstler des Verlages dürfte Carl Barth sein.

Die Ausstellung des Stadtmuseums zeigt aus eigener Sammlung und mit Leihgaben von Sammlern einen eindrucksvollen Querschnitt der in der Kunstanstalt des Bibliographischen Instituts entstandenen künstlerischen Werke, der in Qualität und Seltenheit vieler Exponate beeindruckt. So werden, neben der erwähnten erst kürzlich dem Museum geschenkten reich illustrierten Erstausgabe von Meyer´s Lexikon, auch zahlreiche Stiche der „Galerie der Zeitgenossen“, der „Galerie der Jagdfreunde“, Landkarten sowie Stiche und Prämienblätter von „Meyer´s Universum“ zu sehen sein. Die Ausstellung beleuchtet aber auch die Persönlichkeiten der Künstler, ihre Lebenswege sowie die Arbeit in der Kunstanstalt an sich.

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Sonderausstellung "Baumwesen"

(30.06.2016)

"Baumwesen"

 

Bäume sind das große Thema des Malers und Grafikers Norman E. Rogers. Eine Ausstellung mit seinen Werken unter dem bezeichnenden Titel „Baumwesen“ ist vom 3. Juli bis zum 11. September 2016 im Stadtmuseum Hildburghausen zu sehen.

 

Norman E. Rogers wurde 1937 in San Jose (Kalifornien, USA) geboren. Dort studierte er Kunst und Grafik und schloss seine Studien mit dem „Bachelor of Arts“ in Grafik und Design ab. Bereits in den 1950er Jahren erlangten seine Bilder erste Anerkennungen und Preise. Nachdem er von 1960-62 seinen Militärdienst in Deutschland absolviert hatte, kehrte er 1965 dauerhaft hierher zurück und heiratete die Förstertochter Elsbeth Fabry. Von 1965 bis 1991 war Rogers Leiter des Freizeitprogramms der US-Army in Deutschland und gestaltete als "Director of Graphic Arts Division" mit einem Team von 14 Angestellten Plakate für die US-Army in ganz Europa. Mit dem Abzug der amerikanischen Truppen arbeitslos geworden, ist er seit 1991 als freischaffender Künstler tätig. Seine Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in den USA und Europa zu sehen. Durch die waldreiche Umgebung seines Wohnortes im Spessart wandte er sich in seinem künstlerischen Schaffen immer mehr der Natur und vor allem den Bäumen zu. Hierzu ist Norman E. Rogers mittlerweile ständig auf der Suche nach alten, knorrigen und vor allem urwüchsigen Bäumen, mit denen er in eine persönliche Beziehung tritt. Er spricht mit ihnen und versteht sie, ebenso wie sie ihn verstehen. Den Mythos seiner „Baumwesen“ porträtiert er mit viel Akribie in ihrer eigenen Individualität und arbeite so den Charakter jedes einzelnen Baumes heraus. Er zeigt in seinen Gemälden und Grafiken „seine“ Bäume als eindrucksvolle Gesamterscheinung ebenso wie unauffällige Details. Mit seinen Bildern macht sich Norman E. Rogers zum Anwalt der Bäume, indem er ihre Klagen über ihre Misshandlungen durch Menschen in Kunst übersetzt. Im Vorfeld der Ausstellung im Stadtmuseum war Rogers auch in Hildburghausen und der näheren Umgebung unterwegs und porträtierte „Baumwesen“. So wird sein Porträt der alten Eiche im Schlosspark ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein.

 

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 3. Juli 2016, um 14.30 Uhr sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen. Es wird wieder ein Eintrittsgeld in Höhe von 3,50 € erhoben, die Eintrittskarte berechtigt jedoch zu einem kostenlosen zweiten Besuch der Ausstellung und des Museums.  

Im Anschluss an die Eröffnung ist die Ausstellung bis 11. September 2016 von Mi – Fr. von 10-17 Uhr und Sa./So. von 13-17 Uhr zu sehen.

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Sonderausstellung "bestens informiert..."

(18.03.2016)

Sonderausstellung „Bestens informiert.... 250 Jahre Zeitungen aus Hildburghausen“

20.3.-29.5.2016 im Stadtmuseum Hildburghausen

 

Vor ziemlich genau 250 Jahren erschien in Hildburghausen erstmals unter dem Titel „Hildburghäusische wöchentliche Anzeigen“ eine Zeitung im Druck, welche die Bürger der kleinen Residenzstadt über spektakuläre Ereignisse in der Welt, im eigenen Ländchen und in der Stadt informierte. Dies ist für das Stadtmuseum Hildburghausen Grund genug, mit einer neuen Sonderausstellung unter dem Titel; „Bestens informiert.... 250 Jahre Zeitungen aus Hildburghausen“ über die zweieinhalb Jahrhunderte dauernde Entwicklung des Zeitungswesens in der Werrastadt zu berichten. Die Entwicklung reicht dabei zum einen vom „Hildburghäuser Wochenblatt“ über die „Regierungs- und Intelligenzblätter“ hin zum „Hildburghäuser Kreisblatt“, welches sein Erscheinen erst 1934 einstellte.

Zum anderen wird auch die Entwicklung der 1818 von Carl Ludwig Nonne gegründeten „Dorfzeitung“ hin zur „Thüringer Tageszeitung“ beleuchtet. Aus dieser Zeitung ging nach dem Zweiten Weltkrieg die Zeitung „Thüringer Volk“ hervor, ein Vorläufer des heute noch gelesenen „Freien Wort“. Aber auch kurzlebige Zeitungen, wie das nur 1848/49 erschienene „Freie Deutsche Volksblatt“ von Dr. Eugen Huhn und die „Deutsche Volksleuchte“ von Ludwig Köhler, beides enge Mitarbeiter Joseph Meyers, finden Erwähnung in der Ausstellung.

Die neue Sonderausstellung des Stadtmuseums Hildburghausen wird anhand vieler originaler Sachzeugen die nicht immer einfache Geschichte des Zeitungswesens in Hildburghausen nachvollziehbar machen. Gleichzeitig wird ein Einblick gegeben in das für Hildburghausen wichtige Druck- und Verlagswesen, überregional bekannt vor allem durch das Bibliographische Institut von Joseph Meyer, aber auch durch die 1683 gegründete Herzogliche Hofbuchdruckerei F.W. Gadow & Sohn.

Die Eröffnung der Ausstellung, zu der alle Interessierten recht herzlich eingeladen sind, findet am Sonntag, den 20. März 2016, um 14.30 Uhr im Stadtmuseum Hildburghausen, Apothekergasse 11 statt.

Es wird ein Eintrittsgeld von 3,50 EUR erhoben. Die Eintrittskarte berechtigt jedoch zu einem zweiten kostenlosen Besuch der Ausstellung.

Im Anschluss an die Eröffnung ist die Ausstellung bis zum 29. Mai 2016 von Mi bis Fr von 10 bis 17 Uhr und Sa und So von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen.

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Historischer Abend zum Thema „Hexenverfolgung“

(12.02.2015)

Historischer Abend zum Thema „Hexenverfolgung“

 

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2015, um 20 Uhr findet der nächste nunmehr schon 17. „Historische Abend“ des Stadtmuseums Hildburghausen im Bürgersaal des Historischen Rathauses statt. Unter dem Titel: „Hexenverfolgung im Hildburghäuser Land“ wird der bekannte Historiker und Direktor des Museums Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden, Dr. Kai Lehmann, über eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte referieren. Vielen interessierten Geschichtsfreunden dürfte die von Dr. Kai Lehmann unter dem Titel „Unschuldig“ gestaltete Ausstellung zur Hexenverfolgung in Südthüringen sowie das gleichnamige Begleitbuch bekannt sein, welches in eindrucksvollen Fallbeispielen viele Hexenprozesse von der ersten Anschuldigung bis zur Verurteilung und Hinrichtung darstellt.

Erste Belege zum aufkommenden „Hexenwahn“ südlich des Thüringer Waldes finden sich bereits um 1500. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts begannen hier die ersten Scheiterhaufen zu lodern. Hildburghausen, damals ein Ackerbürgerstädtchen von etwa 2.500 Einwohnern, gehörte in diesem Zeitraum zu den „Sächsischen Ortslanden in Franken“, auch „Pflege Coburg“ genannt. Der regierende Herrscher Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg (1564-1633) hatte 1629 sogar eine eigene Hexenprozessordnung erlassen, mit welcher in seinen Landen die Verfolgung, Überführung und Verurteilung von der „Hexerei“ verdächtigen Personen geregelt wurde.

 

Dr. Kai Lehmann wird in seinem Vortrag neben den allgemeinen Ausführungen zum Beginn und Verlauf der „Hexenjagd“ südlich des Thüringer Waldes auch auf Beispiele im Hildburghäuser Raum eingehen, finden sich doch im alten Hildburghäuser Ratsarchiv noch heute zahlreiche Hexenprozessakten. Der bekannteste Fall ist hierbei wohl der sich fast 30 Jahre hinziehende Prozess gegen Margarethe Feil aus Hildburghausen. Sie hatte jedoch „Glück“. Nach jahrelangen Verleumdungen und Folterungen wurde sie im Jahre 1658, im Alter von fast 76 Jahren, „nur“ des Landes verwiesen. Es verspricht also ein überaus interessanter Vortrag zu werden.

 

Eintrittskarten für diese Vortragsveranstaltung zum Preis von 3 EUR sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf im Stadtmuseum, Apothekergasse 11, erhältlich.

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Historischer Abend

(22.01.2015)

Am Donnerstag den 22. Januar 2015 um 20.00 Uhr findet der nunmehr bereits XVI. Historische Abend des Stadtmuseum im Bürgersaal des Historischen Rathauses statt. Unter dem Thema: „Die Lefflers – eine Hildburghäuser Unternehmerfamilie im Dienste ihrer Stadt“ wird Museumsleiter Michael Römhild über eine mittlerweile relativ unbekannte Familie unserer Stadt berichten, die mit den durch ihre Baufirma errichteten Bauten wesentlich das städtebauliche Bild Hildburghausens an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert prägte. Firmengründer und Urvater aller späteren Lefflers in Hildburghausen war der 1837 in Dingsleben geborene und zum Maurermeister ausgebildete Siegmund Leffler. Er siedelte sich spätestens nach seiner Hochzeit im Jahre 1865 in Hildburghausen an und gründete 1866 eine Baufirma, welche an allen wesentlichen öffentlichen und auch vielen privaten Bauten Hildburghausens beteiligt war. Anfang der 1870er Jahre begründete Siegmund Leffler zusammen mit dem Zimmermeister Nottnagel die Ziegelei „Nottnagel & Leffler“, welche sicher vielen alten Hildburghäusern noch bekannt sein dürfte. Dass auch seine Söhne August, Ernst und Fritz erfolgreiche Unternehmer waren und sich ebenso wie der Vater auch gesellschaftlich sehr für das Wohl ihrer Heimatstadt engagierten wird ebenso dargestellt wie die unternehmerischen Tätigkeiten. Der Abend verspricht also nicht nur für alte Hildburghäuser, sondern auch für alle an der Geschichte unserer Stadt interessierten Bürger spannend zu werden. Eintrittskarten zum Preis von 3 EUR sind wie immer im Vorverkauf im Stadtmuseum sowie an der Abendkasse erhältlich.

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Myrdhin: Noels de Bretagne

(05.12.2014)

Weihnachtskonzert am 5.12. im Historischen Rathaus Hildburghausen

Zu einem Weihnachtskonzert für keltische Harfe und Gesang gastiert Myrdhin am 5.12.2014 um 20 Uhr im Historischen Rathaus Hildburghausen. Überall in der Bretagne, von Trégor bis Vannes, von Léon bis zum „Pays Gallo“ hat man das Weihnachtsfest in Liedern besungen als Symbol des Friedens, des Glücks und der Ruhe. Das Fest der göttlichen Geburt wird in der Bretagne auf jeden Fall gefeiert, selbst ohne religiösen Hintergrund.


Viele Menschen kennen es auch als Fest der Lichts. Den Bretonen war der Weihnachtskult immer vertraut. In den zahlreichen und populären Liedern aus dem 16. -19. Jahrhundert findet sich der Glanz dieser Jahreszeit mit all seiner Pracht wieder.


Myrdhin, der Botschafter der bretonischen Harfe und auch Sänger, trägt diesen Liederschatz wieder ins Rampenlicht. Er singt diese wunderschönen Volkslieder sowohl in bretonischer Sprache als auch in „Gallo“, der alten Sprache der Ostbretagne. Sein Programm lockert er auf mit Instrumentalstücken, die uns auch die Mythen Irlands und Schottlands näherbringen.


Myrdhins Harfenspiel ist etwas Einzigartiges: voller Kraft und Feuer zupft er die Saiten mit seinen Fingernägeln. Er ist erfahren in der bretonischen Musik, ebenso in klassischer, moderner Musik und im Jazz, aber er vertraut am meisten seiner eigenen Inspiration und so sind seine Arrangements traditioneller Musik und seine Eigenkompositionen befreiende Zusammenklänge von Farben, Texten, Harmonien und Rhythmen.


Myrdhin (Walisisch für Merlin), der berühmte bretonische Barde, gehört seit mehr als 30 Jahren und mit über 25 CD-Veröffentlichungen zu den wichtigsten Musikern des keltischen Harfen-Revivals. Er spielt mit der alten Technik (lange Fingernägel auf Metallsaiten) Musik aus der geheimnisvollen Urzeit der Harfe, aber auch eigene Kompositionen. Sein intensives Studium der Druidenkultur fließt nicht nur in seine Philosophie ein, sondern auch in sein Spiel und seinen faszinierenden Gesang.


Karten für dieses besondere Konzert gibt es zum Preis von 10 EURO im Vorverkauf im Stadtmuseum Hildburghausen (Tel. 03685-403689), Restkarten an der Abendkasse.

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Sonderausstellung "Dagewesen"

(11.04.2014)

Mit der neuen Sonderausstellung „Dagewesen“ setzt das Stadtmuseum Hildburghausen seine Ausstellungsreihe mit Künstlern fort, die in irgendeiner Beziehung zur Stadt Hildburg-hausen stehen oder standen.

So unterschiedlich die Arbeiten und Biographien der vier freischaffend arbeitenden Künstler Udo Eisenacher (* 1953), Gregor-Torsten Kozik (*1948), Marlene Magnus (* 1936) und Friedrich Rittweger (*1946) auch sind, etwas ist Ihnen jedoch allen gemeinsam:

An einem früheren Zeitpunkt ihres Lebens lebten und lernten sie in der Stadt Hildburghausen. Sie sind also alle vier einmal „dagewesen“. Dieser allen gemeinsame biographische Punkt bietet also bei allen sonstigen Unterschieden in den Biographien und in der künstlerischen Arbeit die übergreifende Gemeinsamkeit der vier und ist somit auch ein treffend gewählter Titel für diese neue Ausstellung des Stadtmuseums.

Udo Eisenacher, gebürtiger Steinfelder und seit 1978 als freischaffender Maler und Grafiker tätig, verbrachte einen Teil seiner Schulzeit in Hildburghausen. Er zeigt in der Ausstellung einige seiner großformatigen, in Öl gemalten, Bildserien sowie Aquarelle und Monotypien.

Gregor-Torsten Kozik wurde 1948 als Gregor-Torsten Schade in Hildburghausen geboren und lebte kurzzeitig mit seiner Familie in einem Arbeiterwohnhaus der ehemaligen Glashütte Häselrieth am Gries. Später siedelte die Familie nach Streufdorf um. Der heute bei Chemnitz lebende renommierte Künstler nahm 1980 den Namen seiner damaligen Frau an und machte sich einst in der Künstlergruppe und Produzentengalerie „Clara Mosch“ einen Namen. Er zeigt in der Ausstellung sehr farbenfrohe, großformatige Gemälde und Zeichnungen in Acryl und Mischtechnik sowie zwei Lichtobjekte.

Marlene Magnus wurde 1936 in Neuhaus-Schierschnitz geboren und kam nach ihrer Lehrzeit und künstlerischen Ausbildung 1962 zusammen mit ihrem damaligen Mann, dem Künstler Klaus Magnus, nach Hildburghausen. Bis 1965 war sie hier freiberuflich tätig und unterrichtete auch ein Jahr als Kunsterzieherin an der Erweiterten Oberschule „Geschwister Scholl“. Sie zeigt in der Ausstellung eine große Anzahl von Stillleben, die sie mit Öl auf Leinwand gebannt hat.

Friedrich Rittweger wurde 1946 in Gleicherwiesen geboren und verbrachte einen Teil seiner Schulzeit bis zum Abitur in Hildburghausen. Seit 1978 in Göringen bei Eisenach lebend, zeigt er in dieser Ausstellung vor allem großformatige Acrylgemälde auf Papier sowie kleine aus Draht und Zeitungspapier gestaltete Figurinen.

So unterschiedlich die Werke und Biographien der Künstler auch sind, sie haben jedoch eines mit den Ausstellungsbesuchern gemeinsam: sie sind wieder einmal „Dagewesen“ - im Museum und in der Stadt Hildburghausen.

Zu sehen ist die aktuelle Ausstellung bis 25. Mai 2014 von Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr.

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Sonderausstellung "Vom Leben auf dem Lande Teil 2"

(02.01.2014)

Der große Erfolg der im Jahre 2010 im Stadtmuseum Hildburghausen gezeigten Sonderausstellung „Vom Leben auf dem Lande“ mit Fotografien des Hildburghäuser Fotografen Rudolf Meffert (1907-1987) bewog die Mitarbeiter des Museums, in einer erneuten Auswahl bisher ungezeigte Bilder zum dörflichen Alltag im Hildburghäuser Land zu zeigen. Der Titel „Vom Leben auf dem Lande – Teil 2“ knüpft dabei bewusst an die erste Ausstellung an. Die von 1.12.2013 bis 16. März 2014 zu sehende Exposition ist bereits die zehnte Ausstellung des Museums mit Bildern aus der so genannten „Sammlung Meffert“. Während in den bisherigen Ausstellungen überwiegend Fotografien aus dem Hildburghäuser Stadtgebiet präsentiert wurden, steht bei dieser neuen Exposition, wie schon im 2010/11 gezeigten ersten Teil, das Leben in den Dörfern des Kreises Hildburghausen im Mittelpunkt. Die ausgewählten etwa 250 Fotografien entstanden überwiegend im Zeitraum von 1959 bis 1968 und zeigen eindrucksvoll, wie sich das Leben auf dem Lande in diesem Zeitraum grundlegend geändert hat. Bei der Auswahl der Bilder wurde versucht, möglichst alltägliche Szenen aus dem dörflichen Alltag, ob bei der Arbeit oder in der Freizeit, aber auch die sich wandelnden Lebens- und Arbeitsbedingungen der Landbevölkerung im Kreis Hildburghausen zu präsentieren.
 

Foto zu Meldung: Sonderausstellung "Vom Leben auf dem Lande Teil 2"